Die Welt in Quarantäne – wie eine 15 Jährige Schülerin die aktuelle Situation empfindet

Das, was sich wie der Titel eines Science – Fiction Films anhört, ist nun im Jahr 2020 Realität. Corona hier, Corona da. Mittlerweile dreht sich alles auf der Welt um den neuartigen Virus, der das Leben aller Menschen auf den Kopf stellt. Alle Medien berichten über kein anderes Thema mehr. 

Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Viele müssen zuhause im Homeoffice arbeiten. Dadurch dass man sozial isoliert leben muss, macht sich bei vielen die Langeweile breit. Doch wie geht die Jugend mit dieser ganzen Situation um? Hier schildere ich euch mal meine Sicht auf die Dinge, die Sicht einer Schülerin der 10. Klasse eines Gymnasiums. 

Normalerweise würde ich mich bei diesem wunderschönen Frühlingswetter am Nachmittag mit meinen Freunden im Park treffen und ein Eis essen. Stattdessen sitze ich Zuhause und muss mich anderweitig beschäftigen. Außerdem haben die Lehrer ausreichend dafür gesorgt, dass uns nicht zu schnell langweilig wird. Ich muss Präsentationen vorbereiten, Aufgaben erledigen und manchmal sogar mit der ganzen Klasse eine Videokonferenz halten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir in der Schule vielleicht gerade einmal die Hälfte des Aufgabenpensums schaffen würden. Naja wenigstens kann ich mir meinen Tag selbst einteilen und etwas länger schlafen als sonst. Das ist schon mal viel wert. 

Natürlich nervt es manchmal, dass man nicht soeben mal in die Arcaden gehen kann, um sich eine neue Jeans zu kaufen oder mit Freunden etwas essen gehen kann, aber ich denke im Großen und Ganzen komme ich mit der Quarantäne gut zurecht. Vielen meiner Freunde fällt sprichwörtlich die Decke auf den Kopf. Dieses Problem habe ich zum Glück nicht. Wir haben ein großes Haus mit Garten, wodurch man sich schon einmal nicht eingeengt fühlt. Dadurch dass beide meiner Elternteile arbeiten gehen und wir nicht permanent miteinander sind, kommen wir noch gut klar. Natürlich werden die Nachmittage und Abende jetzt auch mal intensiver für die Familie genutzt. Man merkt in so einer Zeit erst einmal wie wenig Zeit man sich doch sonst für seine Familie nimmt. Außerdem mache ich in dieser Zeit viel Sport. Ich gehe ein paar mal in der Woche im Wald joggen, allein natürlich. Zudem nutze ich die vielen Workouts auf YouTube und spiele mit meinem Vater und Bruder viel Tischtennis. Außerdem kann man sich jetzt endlich mal an die Dinge wagen, die man wochenlang vor sich her schiebt, wie z.B. den Kleiderschrank neu zu sortieren, oder man nimmt sich mal ein Buch zum Lesen, gerade weil man das sonst nicht so oft tut. Ein weiterer guter Zeitvertreib ist, alte Fotoalben oder Festplatten anzuschauen. Dabei vergeht die Zeit schneller als man denkt. Man kann auch einfach mal das alte, eingestaubte Kochbuch aus dem Bücherregal nehmen und für die ganze Familie kochen. Da werden sich sicher alle freuen, falls es schmecken sollte… 

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit der Quarantäne viel besser klarkomme, als ich gedacht hätte. Man hat jetzt endlich nicht mehr die Ausrede, dass man keine Zeit hätte und kann somit die Dinge anpacken. Das Einzige, was mir Bauchschmerzen bereitet, sind meine Prüfungen im Mai, aber da gehe ich positiv ran. Ich freue mich zwar schon wieder auf die Zeit, in welcher ich meine Freunde täglich sehe und weniger Einschränkungen habe, aber wir müssen jetzt eben das Beste aus dieser außergewöhnlichen Situation machen. Immerhin können wir in vielen Jahren sagen, dass wir die Coronakrise miterlebt haben. 

Also denkt immer daran, dass ihr das im Interesse aller Leute macht und dass da jetzt jeder durch muss. Getreu dem Motto: Einer für alle und Alle für einen. Bleibt schön gesund!

Gastbeitrag von: Nadja Schmidt